Bundesamt für Naturschutz

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Internationale Schutzgebietsnetzwerke


Tote Mannshand (Alocynium digitatum). Foto: S. Gust
Tote Mannshand (Alocynium digitatum).  Foto: S. Gust

Das BfN hat sich im Mai 2008 im Rahmen der Weltnaturschutzkonferenz ( CBD COP 9) in Bonn erfolgreich für die Einführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen von menschlichen Aktivitäten auf der Hohen See eingesetzt. Darüber hinaus konnte - unter erheblichem Engagement des BfN - ein System von wissenschaftlichen und ökologischen Kriterien zur Auswahl von für den Naturschutz besonders wertvollen Meeresgebieten auf der Hohen See verabschiedet werden  ( Auswahlkriterien). Grundlage für die Auswahl der Meeresschutzgebiete wird ein Klassifizierungs-system der Weltmeere sein, das auf biogeografische Regionen Bezug nimmt und dabei auch auf einem Regionalisierungskonzept beruht, das das BfN für den Nordostatlantik entwickelt hat.

Entwurf für ein weltweites marines Schutzgebiets-netzwerk in der Hohen See

In den nächsten Jahren wird Deutschland im Rahmen eines seit 2008 vom BfN koordinierten Forschungsprojektes - gemeinsam mit der IUCN (International Union for Conservation of Nature) und internationalen Wissenschaftlern - ein Netzwerk ökologisch bedeutsamer, schützenswerter Gebiete auf der Hohen See entwickeln und auch mit den wichtigsten internationalen Nutzer-Organisationen abstimmen, zum Beispiel der IMO (International Maritime Organisation, zuständig für Seeschifffahrt) der ISBA (International Seabed Authority, zuständig für marinen Bergbau), der FAO (Food and Agriculture Organisation der UN) und den RFMOs (Regional Fisheries Management Organisations). Bis zum Jahr 2012 soll dann ein Entwurf für ein weltweites marines Schutzgebietsnetzwerk in der Hohen See präsentiert werden, das unter den Vorgaben des Seerechtsübereinkommens umgesetzt werden könnte.

Karte

Nordostatlantik mit Meeresboden-Darstellung und MPA-Grenzen sowie NEAFC Fischereiausschlusszonen (fishery closures).

Nordostatlantik mit Meeres-boden-Darstellung und MPA-Grenzen sowie NEAFC-Fischereiausschlusszonen (fishery closures).
(Karte: Stand 03.2012)

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Screenshot der Website www.charlie-gibbs.org

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