Bundesamt für Naturschutz

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Ausstellungen und Konzerte

Vilm - ein Künstlerort in der Vergangenheit und Gegenwart

Vilm ist für die Landschaftsmalerei ein besonderer Ort. Die Stille der Insel und der Vilmer "Urwald" mit seinen mächtigen Buchen und Eichen zog im Mittelalter Einsiedlermönche und seit der Romantik Landschaftsmaler an. Beginnend mit Caspar David Friedrich kamen in den vergangenen 200 Jahren über 330 Maler nach Vilm. Zu den bedeutendsten gehörten der Dresdner Arzt und Landschaftsmaler Carl Gustav Carus sowie der von Goethe sehr geschätzte und geförderte Weimarer Maler Friedrich Preller d. Ä..

Mit der Eröffnung eines Hotels (1886) verstärkte sich der Zulauf von Künstlern. Vilm wurde zu einem Künstlerort für die Landschaftsmalerei. In den Gemälden spiegeln sich fast alle Strömungen der Landschaftsmalerei seit der Romantik wieder.

An diese künstlerische Tradition des Ortes knüpfen wir mit den Ausstellungen und Konzerten an. Wir wollen mit unserem Angebot andere Zugänge und einen neuen Blick auf Natur und Landschaft eröffnen. Adressiert ist dieser Teil der Akademiearbeit sowohl an die Tagungsteilnehmer/innen als auch an die Bewohner/innen und Gäste Rügens.

Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit des Vereins zur Pflege des Natur- und Kulturerbes der Insel Vilm e.V. (Vilm -Verein e. V.) mit dem Bundesamt für Naturschutz.


Ausstellungen auf Vilm


Wanderausstellung zum Wirken Peter Joseph Lennés in Mecklenburg-Vorpommern im Tagungshaus auf der Insel Vilm vom 03.05. - 02.06.2017

Die Ausstellung wird vom „Verein zur Pflege der Kultur- und Naturgeschichte der Insel Vilm“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz verantwortet und ist u.a. Teil der Jahresversammlung des Vilm Vereins „Magie der Landschaft“ vom 05.-07.Mai 2017 auf Vilm.


Die gestaltete Schriftgrafik gibt Auskunft über die Orte seines Wirkens in Mecklenburg-Vorpommern

Der 150. Todestag des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné 2016 war für den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA–MV) Anlass, sein Wirken in Mecklenburg-Vorpommern vorzustellen.

Peter Joseph Lenné wurde am 29. September 1789 in Bonn geboren. Als er am 23.01.1866, wenige Tage vor seinem 50jährigen Dienstjubiläum in Potsdam starb, hinterließ er ein bedeutendes gartenkünstlerisches Werk. Vor allem sein Wirken für die Preußischen Könige und die Gestaltung der Potsdamer Parklandschaft sind bekannt. Von seinen Mitarbeitern sollte Lenné zu seinem Dienstjubiläum einen vergoldeten Lorbeerkranz überreicht bekommen. Auf den Blättern des Lorbeerkranzes waren 50 Namen der damals als herausragend eingestuften Entwürfe Lennés eingraviert. Dazu gehörten mit Basedow, Ludwigslust, Neustrelitz und Schwerin auch vier Anlagen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Für 20 Orte in unserem Bundesland sind 31 Pläne Lennés erhalten, für elf Anlagen gibt es Nachweise, für sieben Anlagen wird eine Beteiligung Lennés vermutet.

Durch sein Mitwirken beim Aufbau und der Entwicklung der Gärtnerlehranstalt in Potsdam war Lenné Mitbegründer für die moderne Ausbildung von Landschaftsgärtnern und Gartenkünstlern in Deutschland, worauf die heutige Ausbildung der Landschaftsarchitekten an Hochschulen und Universitäten zurückzuführen ist. Seine ganzheitliche Gestaltungsweise, die Verbindung von Schönem und Nützlichen ist noch heute vorbildlich. Seine Gestaltungsprinzipien zur Landesverschönerung sind von hoher Bedeutung. Sie waren wegweisend für die Entwicklung der Landschaftsplanung und somit eng verbunden auch mit dem Naturschutz.

 

 


Kunst mit Gebrauchswert - die Plastiken und Skulpturen von Hans Werner Kratzsch und Bernhard Misgajski


Stahlstuhl-Skulptur Misgajski
Stuhl-Skulptur Kratzsch

Diese Stühle dürfen benutzt werden. In der Nähe des Einganges zum Tagungshaus platziert, sind sie bei schönem Wetter eine willkommene Verbesserung der Sitzmöglichkeiten in den Konferenzpausen. Der Rügener Holzbildhauer Hans Werner Kratzsch (geb. 1946) hat sie aus Eichenholz herausgearbeitet. Nicht ganz so bequem ist der Stuhl aus Stahl und Granit von Bernhard Misgajski (geb. 1950), dessen Stahlplastiken und Steinskulpturen in Sichtweite zu Vilm entstehen.


Skulpturen "Wasserzeichen"

Die Wasserzeichen lassen an die Masten von Segelschiffen denken. Sie setzen vertikale Zeichen in die Küstenlandschaft und laden das Auge des Betrachters zum längeren Genießen der schönen Aussicht ein.


Ausstellung im Generatorhaus - Photoarbeiten von Volkmar Herre


Photoarbeit Herre: "Der Baum und ich"
Photoarbeit Herre

Die Galerie im ehemaligen Generatorhaus zeigt mit der Dauerausstellung DER BAUM UND ICH großformatige Photoarbeiten von Volkmar Herre (geb. 1943). Der in Stralsund lebende Künstler betreibt seit 1994 intensive Baumstudien auf der Insel Vilm. Es entstanden vieldeutige Bilder vom Werden und Vergehen, Bilder voller Sinnbilder und Symbole. In der Formensprache der Natur entdeckt der Photografiker die Schönheit menschlicher Gestalt.

Später sind Arbeiten mit der Camera obscura hinzugekommen, die dem Geheimnis von Licht und Zeit nachspüren.

In der Edition herre sind ein Katalog, ein Photobuch ("Venus") und ein Bilderbogen zur Ausstellung erschienen, die auch am Empfang erhältlich sind.

Weitere Werke von Herrn Herre finden Sie unter:  www.edition-herre.de



Konzerte auf Vilm

Die Natur war und ist eine wichtige Quelle der Inspiration für die Musik und die Komponisten. Umgekehrt kann Musik unsere Aufmerksamkeit, unsere Gestimmtheit für die Schönheit und Erhabenheit von Natur und Landschaft erhöhen. 

In der Reihe "Musik und Natur" wollen wir diese Verbindungslinien und Berührungspunkte hörbar machen. Auch 2017 sind wieder vier Konzerte (Jahreszeitenkonzerte) geplant.  

Dabei wird die Zusammenarbeit zwischen Prof. Hartmut Möller von der Hochschule für Musik und Theater (HMT) in Rostock, dem Verein zur Pflege der Natur- und Kulturgeschichte der Insel Vilm (Vilm e.V.) und dem Bundesamt für Naturschutz in bewährter Weise fortgesetzt.

Folgende Termine für die Konzerte stehen fest: 

Frühjahr

23. Mai 2017


Johannes Brahms Volkslieder, Zigeunerlieder & Klaviermusik

Konzert mit Zsusza Varga (Klavier) & Karsten Henschel (Countertenor)

 Zsuzsa Varga und Karsten Henschel - die Ungarin und der Norddeutsche - lernten sich in Wien kennen und musizieren seit zehn Jahren miteinander.

Die Zigeunerlieder und die Ungarischen Tänze komponierte Johannes Brahms in Hamburg unter dem Einfluß der ungarischen Kapellen und Musiker, die seit 1849 hier Schutz und Zuflucht suchten.

 

 


Sommer

13. Juli 2017


Marion Poschmann, © Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag
Michael Hasel (Peter Adamik)

Lesung mit Marion Poschmann (Preisträgerin des Deutschen Preises für Nature Writing 2017),

musikalische Begleitung Michael Hasel (Flöte)

 

 

 

 

 


Sommer

17. August 2017


Marion Poschmann, © Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag

Lesung mit Marion Poschmann (Preisträgerin des Deutschen Preises für Nature Writing 2017)


Herbst

6. Oktober 2017


Daniel Bucurescu

Klavierkonzert mit Dani Bucurescu

 


Winter

9. November 2017


Martinez Trio

Musik mit Lebensfreude

Konzert mit dem Walter Martinez Trio

Mit einem Programm aus eigenen Kompositionen, sowie Interpretationen namhafter Songs, erlebt der Zuhörer eine einzigartige Kombination aus Salsa, Latin Beats und Funk.

  



Die Überfahrt von Lauterbach nach Vilm erfolgt um 19.00 Uhr.
Das Konzert beginnt jeweils um 19.45 Uhr.

Kartenvorbestellung unter:
038301/86-138,
 Annette.Pahl@bfn.de


Letzte Änderung: 02.08.2017

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