Bundesamt für Naturschutz

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Methodik der Roten Listen

Datengrundlage

Rote Listen dokumentieren den aktuellen Kenntnisstand, indem eine Bewertung der Gefährdungssituation aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgenommen wird. Die Rote-Liste-Einstufungen geben somit in komprimierter Form das Wissen einer großen Anzahl von Spezialisten aus den jeweiligen Sachgebieten und den Regionen wieder.
Darüber hinaus finden weitere verfügbare Quellen wie Literaturangaben, Kartierungsergebnisse und Sammlungsmaterialien Berücksichtigung. Sowohl die Anzahl der beteiligten Spezialisten (für die Rote Liste gefährdeter Pflanzen mehr als 100, für die Rote Liste gefährdeter Tiere ca. 450, für die Rote Liste Pflanzengesellschaften annähernd 100) als auch die Datengrundlage konnte seit Beginn der Aufstellung von Roten Listen in Deutschland kontinuierlich gesteigert bzw. verbessert werden.

Die Feldbeobachtungen zu Beständen von Tier- und Pflanzenarten sowie Pflanzengesellschaften von meist ehrenamtlichen Fachleuten (Botaniker, Zoologen, Ökologen) sind die Grundinformation für Rote Listen.
Diese Informationen werden z.T. in regionalen Verbänden oder Vereinen zusammengetragen und gesammelt, bevor sie an speziell eingerichtete Rote-Liste-Arbeitsgruppen oder an einzelne Koordinatoren der Roten Liste weitergegeben werden. Die Bearbeiterzahlen sind dabei gruppenspezifisch unterschiedlich.

Bei der Gefährdungseinstufung der Biotoptypen wurden vor allem auch die Kenntnisse der Kollegen der Landesanstalten und -ämter einbezogen. Die wesentliche Datengrundlage