Bundesamt für Naturschutz

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Bildung

UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung


UNESCO-Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung

Für die Jahre 2015 bis 2019 hat die UNESCO das
 Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die Bundesregierung setzt das Weltaktionsprogramm auf nationaler Ebene um. Dabei kann auf den Erfahrungen der abgeschlossenen UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die von 2005 bis 2014 andauerte, aufgebaut werden. Das BfN hatte hier als Mitglied am Runden Tisch und in der AG Biologische Vielfalt auf eine stärkere Verankerung des Themenfeldes biologische Vielfalt in der UN-Dekade hingewirkt.

Ziel des Weltaktionsprogramms ist es, BNE über die bisherige Umsetzung in einzelnen Projekten hinaus im Bildungsystem dauerhaft zu verankern. Damit leistet das Programm einen entscheidenden Beitrag zur den in der
 Agenda 2030 formulierten  Sustainable Development Goals (SDGs), auf die sich auch die  Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 bezieht.


Jugendkongress Biodiversität


Foto: Michael Münch/Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Rad fahrende Jugendliche auf dem Weg zum Bundeskongress

Bereits zum dritten Mal kamen unter dem Motto  Jugend, Zukunft, Vielfalt 180 Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um vom 9. bis 11. Juni 2017 in Osnabrück gemeinsam Ideen zum Schutz der Natur zu entwickeln. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentierten die jungen Menschen ihre Projekte und Ideen, mit denen sie sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzten.  

In verschiedenen Workshops unter anderem zu Themen wie Landwirtschaft, Wildnis und Klimawandel hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihr Wissen über die biologische Vielfalt zu vertiefen, sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Und auch nach dem Kongress geht das Engagement der Jugendlichen weiter. 16 Projektideen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Kongresses entwickelt, die mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert werden. Die Projekte sind so vielfältig wie die Natur: von einem Comic zur Umweltbildung über die Entwicklung von alternativem Verpackungsmaterial aus Pilzen bis zum Schaffen eines Netzwerkes zur Förderung der Artenkenntnis. Eines ist allen Projekten aber gemeinsam - es geht nicht nur um die Erhaltung der biologischen Vielfalt, sondern auch darum, andere Menschen für diese Ideen zu begeistern.

Videos zum Jugendkongress:


Unterrichtsmaterialien

Das BfN unterstützt das BMUB beim Aufbau des  BMUB-Bildungsservice. Auf dieser Internetplattform werden Bildungsmaterialien zu einzelnen Aspekten des Umwelt- und Naturschutzes für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung gestellt. Die Materialien sind auf Deutsch und teilweise auch auf Englisch, Französisch, Kroatisch, Polnisch oder Russisch erhältlich. 


Globale Bildungsinitiative CEPA

Der Grundstein der globalen Bildungsinitiative der   CBDCEPA – Communication, Education and Public Awareness – wurde auf der 5. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt ( CBD ) 2000 in Nairobi gelegt. Ziel dieser globalen Bildungsinitiative ist es, unter Berücksichtigung und Respektierung der kulturellen Vielfalt der CBD -Vertragsstaaten die Anliegen der CBD zu vermitteln und die Bewusstseinsbildung und Aufklärung hierfür in der Öffentlichkeit weltweit zu stärken.


Informationszentren


Zwei Personen stehen in einer Grotte und deuten auf die Felsformation

Die Ansprüche an Naturinformationszentren haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte gewandelt. Zunehmend haben sie sich zu Orten der Kommunikation, des Dialogs und als Foren entwickelt. Neben der Vermittlung der Schönheit und Verletzlichkeit von Natur und Landschaft zielen die Zentren darauf ab, mit den Menschen aktiv in Kontakt zu treten und Themen der Nachhaltigkeit zu diskutieren.

Im Rahmen des Fördertitels "Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege" hat das BfN mit Mitteln des Bundesumweltministeriums die Konzeption, Planung und Umsetzung folgender Einrichtungen gefördert:


Innovative Bildungsanbieter: Botanische Gärten


Einer Gruppe von Kindern wird eine Tafel im Botanischen Garten erklärt

Im Rahmen eines F+E -Vorhabens wurden die Potenziale von Botanischen Gärten, Zoos und Freilichtmuseen als innovative Bildungsorte untersucht. Ziel war es, konkrete Vorschläge und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie die Bildungsarbeit in diesen Einrichtungen effektiv und effizient ergänzt werden kann. Dabei wurden neben der schulischen Bildung besonders der informelle außerschulische Bildungsbereich berücksichtigt. 

Veröffentlichungen

Natur und Nachhaltigkeit. Innovative Bildungsangebote in Botanischen Gärten, Zoos und Freilichtmuseen.

Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Fokus: Außerschulische Lernorte.

Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Fokus: Globales Lernen.

Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Fokus: Lebenslanges Lernen.